Die schönsten Wanderregionen im Überblick

Wer sich für einen Wanderurlaub entscheidet, hat in der Schweiz die Qual der Wahl. Auf der offiziellen Schweizer Tourismusplattform für Wanderungen lassen sich Routen nach Schwierigkeitsgrad, Höhenlage und Ausgangsort filtern, was die Planung erheblich erleichtert. So findet fast jede Wandergruppe eine passende Strecke, ganz gleich ob gemütlicher Höhenweg entlang eines Bergsees oder anspruchsvolle Gipfeltour mit Kraxelpassagen. Wer sich unsicher ist, beginnt am besten mit einer moderaten Tagestour und steigert sich von Ausflug zu Ausflug.

Beste Reisezeit und Routenwahl

Die Hauptsaison für Bergwanderungen liegt zwischen Juni und September, wobei viele Hochtouren erst ab Ende Juni schneefrei sind. Wer flexibel ist, profitiert von der Vor- und Nachsaison im Juni sowie im September, wenn die Wege ruhiger und die Temperaturen angenehmer sind. Vor der Buchung lohnt sich ein Blick auf die Schneelage, denn selbst im Hochsommer können einzelne Pässe noch länger verschneit sein, während tiefer gelegene Routen bereits problemlos begehbar sind.

Vier Regionen im Vergleich

Die folgende Übersicht zeigt vier beliebte Regionen mit ihren jeweiligen Eigenheiten. Sie eignet sich als erste Orientierung, ersetzt aber keine detaillierte Routenplanung vor Ort.

Region Höhenlage Schwierigkeit Besonderheit
Engadin 1800 bis 2500 m Mittel Hochtäler und türkise Bergseen
Berner Oberland 1000 bis 2200 m Leicht bis anspruchsvoll Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau
Wallis 1400 bis 2800 m Anspruchsvoll Höhenwege mit Gletscherblick
Tessin 900 bis 1900 m Leicht Bergseen und mildes Klima

Die richtige Vorbereitung für die Bergtour

Ausrüstung, Packliste und Versicherung

Vor der ersten grösseren Bergtour lohnt sich ein Blick auf die eigene Ausrüstung. Feste Schuhe mit gutem Profil, wetterfeste Kleidung im Zwiebelprinzip und genügend Proviant gehören ebenso dazu wie eine aktuelle Wanderkarte und ausreichend Wasser für längere Etappen ohne Quellen. Auch die Frage der Versicherung wird oft unterschätzt, dabei deckt nicht jede Police Rettungseinsätze in unwegsamem Gelände ab. Auf der Informationsplattform für Reisende in der Schweiz lassen sich verschiedene Versicherungsangebote vergleichen und praktische Checklisten für die Reisevorbereitung herunterladen, bevor es auf den Berg geht.

Sonnenschutz und Augen in der Höhe

Ein Aspekt, der bei der Vorbereitung häufig zu kurz kommt, ist der Schutz der Augen. Mit jedem Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung zu, und Schneeflächen sowie Gletscher reflektieren zusätzliches Licht. Eine Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Filter gehört deshalb ebenso in den Rucksack wie Sonnencreme und Kopfbedeckung. Wer ohnehin eine Sehschwäche hat, findet beispielsweise bei eyes and more Sonnenbrillen mit Sehstärke, die sich für lange Bergtouren eignen, ohne dass ständig zwischen Brille und Sonnenbrille gewechselt werden muss. Gerade auf Gletscherwanderungen oder bei Touren über der Baumgrenze zahlt sich ein durchdachter Augenschutz spürbar aus, und auch mitgereiste Kinder sollten mit einer passenden Sonnenbrille ausgestattet sein.

Anreise und Unterkunft

Viele Bergregionen sind mit dem öffentlichen Verkehr überraschend gut erschlossen. Auf der Übersichtsseite für Wanderungen und Bewegung im öffentlichen Verkehr finden sich Vorschläge, die Bahnfahrt, Postauto und die letzte Etappe zu Fuss sinnvoll kombinieren, sodass ein eigenes Auto meist gar nicht nötig ist. Auch abgelegene Seitentäler lassen sich mit dem Postauto erreichen, das viele Ausgangspunkte für Wanderungen direkt bedient. Für die Übernachtung stehen neben klassischen Hotels und Ferienwohnungen auch zahlreiche Berghütten zur Verfügung, die von einfachen Massenlagern bis zu komfortablen Zimmern mit Halbpension reichen. Wer eine Hütte plant, sollte frühzeitig reservieren, denn besonders an schönen Wochenenden im Juli und August sind viele Lager bereits Wochen im Voraus ausgebucht.

In den Dörfern selbst lohnt sich oft ein Abstecher zu kleinen Käsereien oder Alpwirtschaften, die ihre Produkte direkt ab Hof verkaufen. So lässt sich der Wanderurlaub mit ein wenig regionaler Kulinarik verbinden, und die kurze Rast auf der Terrasse mit Blick auf die Gipfel wird für viele Gäste schnell zum eigentlichen Höhepunkt des Tages. Solche kleinen Umwege kosten selten mehr als eine halbe Stunde und bereichern die Reise oft mehr als ein zusätzlicher Programmpunkt auf der Wanderkarte. Wer am Ende der Woche wieder ins Tal zurückkehrt, nimmt meist mehr mit als nur ein paar Fotos auf dem Handy.

Bild von Iso Tuor auf Pixabay